Praxis: Adjektive vermeiden

Adjektiv und Adverb, dieses Duo infernale, sind der natürliche Feind des Leseflusses. Es ist ja sehr schön, dass Sie Ihrem Leser alles ganz genau erklären und zeigen wollen. Aber was liest sich angenehmer:

Maria saß schweißgebadet in dem riesigen Jumbojet und starrte panisch auf die nüchterne Anzeige, die ihr in roter Schrift befahl, sich umgehend anzuschnallen.

oder:

Maria saß im Jumbojet und starrte panisch auf die Anzeige, die ihr befahl, sich anzuschnallen.

Nur „panisch“ brauchen wir, den Rest können wir uns sehr gut selbst vorstellen.

Wie schon der Werbetexter David Ogilvy einmal sagte: „Der Konsument ist kein Schwachkopf. Nur mit ein paar hübschen Adjektiven veranlassen Sie ihn nicht dazu, etwas zu kaufen.“ Und das gilt nicht nur für das Verhältnis Konsument/Ware, sondern auch für das Verhältnis Leser/Text.

Die eiserne Regel, den Leser nicht zu unterschätzen, erstreckt sich durchaus auch auf dessen Phantasie.

3 Gedanken zu “Praxis: Adjektive vermeiden

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