Praxis: Figurenzeichnung

In meinem neuen Roman habe ich mehr als sonst darauf verzichtet, dem Leser zu erklären, wie meine Protagonisten aussehen. Man erfährt nur ihr Alter und ihre Haarfarbe. Ich persönlich habe festgestellt, dass mir genauere Beschreibungen der Figuren beim Lesen gar nicht helfen. Im Gegenteil: Manchmal zeichne ich mir schon ein Bild im Kopf von einer Figur, und dann kommt auf einmal eine detaillierte Beschreibung, die gar nicht genau zu dem passt, was ich im Kopf habe.

Klar, wenn der Protagonist so dick ist, dass er in bestimmten Situationen körperliche Schwierigkeiten bekommt, dann muss der Leser das erfahren. Aber ob die Protagonistin da oder dort ein Grübchen hat, muss ich als Leser nicht wissen. Es sei denn, das Grübchen wird wichtig für die Handlung, die psychische Disposition der Figur o. Ä. Und das ist doch eher selten der Fall. In der Regel will mir der Autor nur sagen: Ich weiß exakt, wie sie aussieht, und du sollst das gefälligst genauso sehen. Und in dem Fall kann man getrost sagen: Dann dreh doch einen Film!

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