Drei Fragen an die Lektorin: Aylin Salzmann (Ullstein)

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Sich selbst und ihren Texten zu vertrauen, der Austausch mit anderen Schreibenden über deren und die eigenen Texte, viel lesen. Das sind dann also drei wichtige Tipps.

Wie muss ein unverlangt eingesandtes Manuskript aussehen, damit es jemand ansieht?

Offen gesagt, ich akquiriere Stoffe meist über persönliche Kontakte oder über Literaturagenturen. Ich denke, es ist für angehende Autor_innen unabdingbar, gut vernetzt zu sein. Selten schaffen es auch unverlangt eingesandte Manuskripte auf meinen Tisch – dazu sollten sie ein prägnantes Exposé und eine sorgfältig ausgewählte und aussagekräftige Leseprobe enthalten.

Wer oder was war für Sie die größte literarische Entdeckung der letzten Jahre?

Es ist schwierig sich festzulegen, gerade unter den gegenwärtigen deutschsprachigen Stimmen gibt es einige, die mich faszinieren. Ansonsten hat mich ein besonderes Buch in den letzten Jahren nachhaltig beeindruckt: Gaito Gasdanows Das Phantom des Alexander Wolf, 1947 erstmals in russischer Sprache und 2012 in großartiger deutscher Übersetzung bei Hanser erschienen. Spannend, poetisch, berührend.

Aylin Salzmann ist Lektorin bei den Ullstein Buchverlagen in Berlin.

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