Drei Fragen an den Lektor: Christopher Heil (Droschl)

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Den einen wichtigsten Tipp gibt es wohl nicht … Sie sollten viel lesen, sich über Literatur und das Schreiben austauschen, die kleinen und großen Dinge im Alltag genau beobachten, Stimmungen aufnehmen und auf sich wirken lassen, einfach neugierig sein – all das schult den Blick für Feinheiten und Details, bringt sie weiter und bestenfalls auch auf neue Ideen. Natürlich ist viel Geduld und Ausdauer gefragt: lange genug am eigenen Ton und Text feilen und das Manuskript nicht vorschnell abschicken.

Wie muss ein unverlangt eingesandtes Manuskript aussehen, damit es jemand ansieht?

Ich schaue mir alle per Post eingesandten Manuskripte an, merke leider sehr oft, dass viele Texte wahllos verschickt wurden und die Autor*innen sich vorab nicht informiert haben, welcher Verlag zum eigenen Text überhaupt passt.

Ein prägnantes Exposé, eine aussagekräftige Leseprobe (max. 50 Seiten), die die Besonderheiten des Textes zeigt und mich neugierig auf mehr macht, und ein paar Zeilen zur Autorin/zum Autor – das war’s schon.

Wer oder was war für Sie die größte literarische Entdeckung der letzten Jahre?

Eine sehr schwierige Frage, da es so viele unglaublich gute Bücher von altbekannten und neuen Stimmen gibt und alle Droschl-Bücher natürlich sehr besonders für mich sind.

Zu den vielen wunderbaren Entdeckungen gehören unter anderem Salvador Plascencias Menschen aus Papier und die Bücher von Valeria Luiselli.

 

Christopher Heil leitet das Lektorat im Literaturverlag Droschl.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s