Literatur Labor Wolfenbüttel

Es ist ein wenig Werbung in eigener Sache, aber es ist für einen guten Zweck: Wer dies liest, zwischen 16 und 21 Jahre alt ist und gerne schreibt (und daraus vielleicht sogar eine Karriere machen möchte), der sollte nicht zögern, sich für das Literatur Labor Wolfenbüttel 2019 zu bewerben, das ich mit leite.

Das „LiLaWo“ ist kein Wettbewerb in dem Sinne, dass man hier darum „kämpft“, der oder die Beste zu sein – wer aus den vielen Bewerberinnen ausgewählt und als eine/r von 12 „Laborantinnen“ und „Laboranten“ eingeladen wird, hat bereits gewonnen. Nämlich drei lange Wochenenden inklusive Unterbringung, Verpflegung und Anreise – drei Wochenenden, an denen wir uns intensiv mit den Texten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassen. An einem der Wochenenden ist sogar noch eine bekannte Autorin oder ein Autor dabei (in diesem Jahr ist es zum Beispiel Nora Gomringer), am letzten dann ein erfahrener Verlagslektor. Denn am Ende kommt sogar etwas ganz Handfestes dabei heraus: eine Anthologie, in der von allen Laboranten ein Text enthalten ist.

Einer der schönsten und wichtigsten Aspekte des LiLaWo ist, dass man sich hier schon frühzeitig vernetzen kann. Und Netzwerke sind (das wird jede/r im Literaturbetrieb bestätigen) das A und O. Es ist ja auch hier schon oft genug zur Sprache gekommen: Agentinnen, Verlage, Lektoren, andere Autorinnen, Betreuer von Wettbewerben, Redakteurinnen von Literaturzeitschriften – ohne Connections geht gar nichts.

18 Jahre gibt es die Institution in der Lessingstadt Wolfenbüttel schon, und sie hat bereits einige literarische Karrieren auf den Weg gebracht, von Sasha Marianna Salzmann über Cornelia Travnicek und Nora Bossong bis Finn-Ole Heinrich. Neben dem Treffen Junger Autoren in Berlin ist das LiLaWo eine der wichtigsten Adressen für junge Schreibtalente im deutschsprachigen Raum. Also: Bewerbt euch! (Einsendeschluss ist wie jedes Jahr der 1. November.)