Drei Fragen an die Lektorin: Nadya Hartmann (FVA)

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Vor dem Schreiben kommt das Lesen. Lest viel und Unterschiedliches, folgt euren Interessen und eurer Intuition. Dann aber: Konzentriert euch aufs Schreiben, auf euren Text: die Sprache, die Figuren, die Dramaturgie. Genießt die Zweisamkeit mit dem Text – und haltet sie auch aus. Prüft, ob ihr das Potential dessen, was ihr als euer Vorhaben betrachtet, ausgeschöpft habt. Erst dann und/oder wenn ihr das Gefühl habt, ihr kommt allein nicht weiter, Weiterlesen

Drei Fragen an den Lektor: Christopher Heil (Droschl)

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Den einen wichtigsten Tipp gibt es wohl nicht … Sie sollten viel lesen, sich über Literatur und das Schreiben austauschen, die kleinen und großen Dinge im Alltag genau beobachten, Stimmungen aufnehmen und auf sich wirken lassen, einfach neugierig sein – all das schult den Blick für Feinheiten und Details, bringt sie weiter und bestenfalls auch auf neue Ideen. Natürlich ist viel Geduld und Ausdauer gefragt: lange genug am eigenen Ton und Text feilen und das Manuskript nicht vorschnell abschicken.

Wie muss ein unverlangt eingesandtes Manuskript aussehen, damit es jemand ansieht?

Ich schaue mir alle per Post eingesandten Manuskripte an, merke leider sehr oft, Weiterlesen

Drei Fragen an den Lektor: Thorsten Ahrend (Wallstein)

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

 Neugierig sein, unterwegs sein. Rumgucken, was in der Welt passiert, sich für Biochemie und Mathematik interessieren und für Neurowissenschaften und Pop und Politik und Poststrukturalismus und für die Post, aber die heißt jetzt DHL. Sich für Menschen interessieren, nicht nur für Künstler und Intellektuelle, sondern auch für Menschen, die körperlich arbeiten. Oder auch nicht arbeiten. Na ja, für alles, was in den letzten 2000 Jahren geschehen ist und für alles, was jetzt passiert.

Viel lesen, nicht nur Debütanten, die aber auch. Man selbst sein, ohne sich nur mit sich selbst zu beschäftigen. Und arbeiten, arbeiten, arbeiten. Feiern, feiern, feiern.

Wie muss ein unverlangt eingesandtes Manuskript aussehen, damit es jemand ansieht?

Es sollte nicht handgeschrieben kommen. Nicht per Einschreiben. Nicht mit einem Weiterlesen

Drei Fragen an die Lektorin: Aylin Salzmann (Ullstein)

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Sich selbst und ihren Texten zu vertrauen, der Austausch mit anderen Schreibenden über deren und die eigenen Texte, viel lesen. Das sind dann also drei wichtige Tipps.

Wie muss ein unverlangt eingesandtes Manuskript aussehen, damit es jemand ansieht?

Offen gesagt, ich akquiriere Stoffe meist über persönliche Kontakte oder über Literaturagenturen. Ich denke, es ist für angehende Autor_innen unabdingbar, Weiterlesen

Drei Fragen an die Lektorin: Sabine Baumann (Schöffling)

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Ich schließe mich den Kollegen aus den anderen Häusern an und empfehle neben dem regelmäßigen Schreiben, auch wenn gerade kein konkretes Lyrik- oder Romanprojekt ansteht, viel und gründlich zu lesen. Von Klassikern und Zeitgenossen kann man viel lernen. Die Frankfurter Poetikvorlesung ist ebenfalls eine großartige Möglichkeit, sich von den Autoren, die dort über ihr Schreiben Auskunft geben, anregen zu lassen.

Meine Erfahrung ist, dass es beim Schreiben wie im Leben auch sehr Weiterlesen

Drei Fragen an die Lektorin: Barbara Maassen (Droste)

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Mein Rat für angehende Autoren klingt simpel, ist aber häufig gar nicht so einfach zu befolgen: Sich selbst nicht so wichtig nehmen. Nach links und nach rechts sehen. Welche Bücher haben mich beeindruckt? Warum war das so? Lag es am spannenden Thema? Dem besonderen Schreibstil? Oder haben mich die überraschend interagierenden Weiterlesen

Drei Fragen an den Lektor: Anvar Cukoski (Piper)

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Lesen! Wenn man nicht ein unwahrscheinliches Genie ist, wie es alle 50 Jahre nur einmal vorkommt, kann man gar nicht genug lesen. Und damit meine ich nicht: auf dem Sofa liegen und einen Roman nach dem Lustprinzip verschlingen, sondern sich die Bücher vorknöpfen, die man großartig findet, und dann nochmal lesen und ein drittes Mal. Ganz genau hinschauen, wie bestimmte Effekte erzielt werden. Weiterlesen