Schreibende übers Schreiben – Zitat 75

„Romane sind sehr lang, und lange Romane sind sehr, sehr lang. Verdammt viele Arbeitsstunden gehen da hinein. Ich setze mich einfach immer wieder daran, und wenn etwas kommt, dann kommt es. Wenn ich mal einen Vormittag lang kein einziges Wort schreibe, beunruhigt mich das nicht. Komme ich einmal gar nicht weiter, dann gehe ich Billard spielen oder so, oder ich schlafe darüber – mein Unterbewusstsein wird es schon für mich reparieren.“ (Martin Amis)

Selfpublishing – oder doch die Ochsentour?

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Es scheint durchaus verlockend – so verlockend, dass immer mehr angehende Autorinnen und Autoren sich für dieses Modell entscheiden: Anstatt sein fertiges Manuskript an Verlage zu schicken, wo man ja ohnehin nur Absagen bekommt (was durchaus auch stimmt), oder sich eine Agentur zu suchen, die vom späteren Autorenhonorar dann auch noch 15 bis 20 Prozent abbekommt, stellt man das Buch einfach selbst als eBook auf eine Online-Plattform. Weiterlesen

Praxis: Inquit-Formeln

„Nicht schon wieder“, sagte sie.

„Doch“, rieb er sich die Augen, „und wie.“

„Aber das ist doch Quatsch“, sagte sie.

„Was ist Quatsch?“, sah er sie mit großen Augen an.

„Deine Inquit-Formeln“, sagte sie.

„Meine … was?“, runzelte er die Stirn.

„Na, die Inquit-Formeln“, sagte sie, „das, was beim Dialog, bei der wörtlichen Rede, anzeigt, wer gerade spricht.“

„Und was ist so schlecht an meinen Inquit-Formeln?“, hob er die Weiterlesen

Schreibende übers Schreiben – Zitat 72

„Eine ernsthafte Geschichte für Erwachsene muss sich immer auf etwas im echten Leben beziehen. Da reine Fantasiegeschichten sich nicht auf Ereignisse im echten Leben beziehen können, müssen sie ihre Betonung auf etwas anderes verlagern, auf das sie sich beziehen können – nämlich bestimmte wehmütige oder ruhelose Stimmungen des menschlichen Geistes, in denen eben dieser Geist versucht, Leitern aus Spinnfäden zu weben, die ihm die Flucht vor der bitteren Tyrannei der Zeit, des Raumes und der Naturgesetze erlauben.“ (H. P. Lovecraft)

Drei Fragen an die Lektorin: Nadya Hartmann (FVA)

Was ist Ihr wichtigster Tipp für angehende Autoren?

Vor dem Schreiben kommt das Lesen. Lest viel und Unterschiedliches, folgt euren Interessen und eurer Intuition. Dann aber: Konzentriert euch aufs Schreiben, auf euren Text: die Sprache, die Figuren, die Dramaturgie. Genießt die Zweisamkeit mit dem Text – und haltet sie auch aus. Prüft, ob ihr das Potential dessen, was ihr als euer Vorhaben betrachtet, ausgeschöpft habt. Erst dann und/oder wenn ihr das Gefühl habt, ihr kommt allein nicht weiter, Weiterlesen