Schreibende übers Schreiben – Zitat 30

„Kunst dient dem Menschen dazu, das Leben erträglicher zu machen. Wenn man eine Kunst ausübt, egal wie gut oder schlecht, hilft das der Seele beim Wachsen (…). Erzähl eine Geschichte! Schreib ein Gedicht für einen Freund, auch wenn es ein furchtbares Gedicht wird! Aber tu es so gut, wie du nur irgend kannst. Auf dich wartet eine großartige Belohnung: Du wirst etwas geschaffen haben.“ (Kurt Vonnegut)

Schreibende übers Schreiben – Zitat 16

„Ich finde, die erste und wichtigste Pflicht des Autors ist eine aufrichtige Verbundenheit mit der Wahrheit und der Natur; seine zweite eine so bewusste Beschäftigung mit der Kunst, dass er dadurch die Orakel, die diese zwei großen Gottheiten ihm stellen, problemlos und effizient enträtseln kann.“ (Charlotte Brontë)

Regeln vs. Kunst

Kunst hat schon immer gegen Regeln verstoßen, das darf sie, das muss sie, sonst würde sie sich nicht weiterentwickeln. Das gilt auch und gerade für die Literatur, und jeder, der z. B. gerne mit Adjektiven um sich schmeißt oder der Dialoge gerade so bauen möchte, dass ihre Struktur den Leser verwirrt, der kann das natürlich alles machen – auch gegen meinen ausdrücklichen Ratschlag. Denn: Regeln sind (zumindest in der Kunst) durchaus dazu da, gegen sie zu verstoßen.

Dazu muss man sie aber erst einmal kennen. Ein Beispiel aus der Musik: Helge Schneider ist ein exzellenter Musiker, und nur wer ein Instrument sehr, sehr gut beherrscht, der kann auch so darauf spielen, dass es furchtbar schräg klingt – aber dennoch einen gewissen künstlerischen Mehrwert hat. Und nicht einfach nur scheiße um seiner selbst willen.

Überhaupt macht es ja auch viel mehr Spaß, gegen ein Verbot zu verstoßen, von dem man weiß. Alles andere ist einfach zu wischi-waschi.