Schreibende übers Schreiben – Zitat 75

„Romane sind sehr lang, und lange Romane sind sehr, sehr lang. Verdammt viele Arbeitsstunden gehen da hinein. Ich setze mich einfach immer wieder daran, und wenn etwas kommt, dann kommt es. Wenn ich mal einen Vormittag lang kein einziges Wort schreibe, beunruhigt mich das nicht. Komme ich einmal gar nicht weiter, dann gehe ich Billard spielen oder so, oder ich schlafe darüber – mein Unterbewusstsein wird es schon für mich reparieren.“ (Martin Amis)

Praxis: unterschiedliche Perspektiven

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Das Spiel mit unterschiedlichen Perspektiven kann sehr reizvoll sein, ob man es nun zur Gestaltungsgrundlage eines langen Textes macht, so z. B. den ganzen Aufbau eines Romans bestimmen lässt, oder nur hin und wieder als Stilmittel einfügt.

Beim Thriller The Girl on the Train von Paula Hawkins werden die Kapitel in der Ich-Perspektive von verschiedenen Figuren erzählt, aber jeweils Weiterlesen

Schreiben? Erleben!

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In einem vielbeachteten Artikel in der ZEIT schrieb sich Florian Kessler vor einiger Zeit geradezu den Frust von der Seele. „Lassen Sie mich durch, ich bin Arztsohn!“ hieß der Beitrag, und es ging um die Tatsache, dass die junge deutsche Literatur, vor allem in Form der Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge in Hildesheim und Leipzig, immer gleichförmiger werde, geradezu „brav und Weiterlesen

Manuskript einsenden: die Leseprobe

8Y0EDX4VP9 Green ChameleonMit dem Exposé schickt man in der Regel eine Leseprobe mit. Trotzdem: Diesen Schritt zu wagen, bevor das Buch fertig ist, ergibt schon deshalb keinen Sinn, weil man im besten Fall aufgefordert wird, umgehend das ganze Manuskript zu schicken, und wenn man dann sagen muss: „Entschuldigung, die letzten drei Kapitel sind noch nicht fertig“, war alle Mühe umsonst.

In seltenen Fällen wird man sogar von vorneherein gebeten, gleich das ganze Manuskript zu schicken. Das sind aber wirklich Ausnahmen, und zwar aus gutem Weiterlesen